RhB Gartenbahn | Ge 6/6 II - von Stefan Wyss

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Das war der Gartenbahntreff 2018.

Kiss Ge 6/6 II
Ge 6/6 II

Lange Zeit war die 703 mit den eckigen Scheinwerfern aus der ersten Produktionsserie meine einzige Ge 6/6 II in Kunststoff. Mit dem Massothdekoder war ich aber nie zufrieden, auch der Sound gefiel mir nicht und schon nach einem halben Jahr versagte der Dekoder seinen Dienst komplett. Zwei Drähte vom Motor waren nicht richtig isoliert, führten zum Kurzschluss der beiden Anschlüsse. Dies hat dann den Dekoder zerstört. An den Drähten fehlten Werkseitig die Schrumpfschläuche. Also hatte ich mich entschieden, der Lok einen Zimo MX695 mit dem Soundprojekt von Herrn Däppen einzubauen. Bei dem Einbau wurde gleich auch das Mitteldrehgestell mit Stromabnehmerkohlen von LGB ausgerüstet. Da das Mitteldrehgestell ein normaler Motorblock ohne Motor ist, sind auch die Öffnungen für die Kohlen vorhanden. Nach dem Umbau war ich mit der Lok sehr zufrieden, nur die Zugkraft lies noch ein wenig zu wünschen übrig. An einem Fahrtag ging diese dann noch weiter zurück, so dass mehr als zwei Wagen bereits zum Schleudern führten. Bei einer genauen Betrachtung habe ich festgestellt, dass die abblätternde Farbe des Unterbodens die Knickvorrichtung verstopft (Das Abblättern ist ein bekanntes Phänomen, ist aber nicht weiter schlimm, da man den Boden nicht sieht. Ich habe deshalb die ganze Farbe mit einer Japanmesserklinge abgekratzt.). So steht die Lok je nach Gleislage auf dem Mitteldrehgestell auf und somit geht die Zugkraft verloren. Deshalb habe ich die beiden Lokhälften getrennt und alles von der Farbe befreit. Da ich die Lok schon getrennt hatte, habe ich gleich auf beiden Seiten den dicken Gussboden bei der „Knickvorrichtung“ um 0.5mm abgefeilt, damit die Lok noch etwas mehr knicken kann. Nach dem Umbau lief die Lok wieder einwandfrei, und dank dem grösseren „Knickvermögen“ war auch die Zugkraft wesentlich höher als zuvor.
Nach diesem Erfolg wollte ich dieselben Umbauten auch auf meine kürzlich erworbene 707 anwenden. Diese stammt jedoch aus der 2. Serie und hat einen ESU Dekoder drin. Den ich auch drin lassen möchte. Als ich aber die Lok offen hatte, habe ich festgestellt, dass die Konstruktion komplett anders ist. Der Boden besteht aus einem Messingblech und nicht aus einer dicken Gussplatte. Somit ist auch die Knickvorrichtung anders. Um der Lok etwas mehr „Knickfreiheit“ zu geben, mussten die Bleche und Arretierungen vorsichtig etwas gebogen werden. Auch der Einbau der Kohlen im Mitteldrehgestell gestaltete sich wesentlich schwieriger, da im Mitteldrehgestell kein Motorblock verbaut ist. Als erstes wurde oben in den Motorblock 4 Löcher gebohrt. Durch dieses Löcher führen Schrauben, die zwei 6mm dicke Kunststoffdistanzhalter halten.

Ge 6/6 II
Ge 6/6 II

Auf den Distanzhalter wurde dann er Print mit den Kohlen geschraubt. So konnte nun angezeichnet werden, wo die Löcher für die Kohlen gebohrt werden müssen. Die Kohlen müssen mit Isolierband eingewickelt werden, da der Rahmen des Drehgestells aus Messing ist. Zum Schluss müssen dann oben noch zwei Löcher oben in das Mitteldrehgestell gebohrt werden, um die beiden Drähte nach oben in den Lokkasten zu führen.

Ge 6/6 II
Ge 6/6 II

Fertig eingebaut sieht das Mitteldrehgestell dann so aus:

Ge 6/6 II

Nachdem ich diese Dinge verbessert hatte, wollte ich die Lok testen, doch die Stromabnahme war immernoch miserabel. Ein Blick auf die anderen beiden Drehgestelle zeigte, dass Kiss die eigenen Kohlen verbaut hatte. Von den 8 Stück drücken bereits 4 nicht mehr gegen die Räder, obwohl die Lok noch nie gefahren wurde...

Also musste ich auch diese noch ersetzten. Auch hier müssen die LGB Kohlen mit Isolierband eingewickelt werden, die Motorblöcke aus Messing sind. Die LGB Kohlen sind etwas grösser im Durchmesser als diejenigen von Kiss, weshalb die Löcher leicht aufgebohrt werden müssen. Die Drähte können beibehalten werden, diese werden hinten direkt an die Kohlen gelötet. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass keine Zinnspitzen entstehen.

Ge 6/6 II
Ge 6/6 II
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