RhB Be 4/4 514 als Bausatz von Ed's Gartenbahn
Das allererste Modell von Ed’s Gartenbahnen war der Vorortspendelzug der Rhätischen Bahn. Ich habe Ed’s Projekt von Beginn weg verfolgt und war begeistert von der Idee. Also habe ich mir einen vierteiligen Vororts Pendelzug bestellt, allerdings als Bausatz und nicht als Fertigmodell. Im Jahr 2014 habe ich mit dem Bau dann begonnen und das ganze wird wohl sowas wie ein Lebenswerk….
Die ersten Vorortstriebzüge der RhB wurden anfangs 2021 verschrottet. Keiner dieser Züge soll erhalten bleiben, Sie eigenen sich nicht für dein Einsatz als historische Züge. Nebst dem dass Sie ihr Lebensende erreicht haben müssten Sie mit riesigem Aufwand aufgearbeitet werden. Zudem sind die Fronten nicht mehr Original, die Scheinwerfer wurden umgebaut. Zudem haben die Züge nur Klappfenster, es gibt nicht viele Bahnfans, die so für eine Fahrt mit einem solchen Zug zu begeistern wären. Deshalb ist der Entscheid, keinen dieser Züge zu erhalten, nachvollziehbar.
Die Vororts Pendelzüge waren zwei, drei oder vier Teilig im Einsatz anzutreffen. Weiter waren Sie auch oft in Vielfachsteuerung unterwegs. Ich habe mich entschieden, einen 4-teiligen Zug zu bauen. Dieser soll dann später auch mal zwei oder dreiteilig eingesetzt werden können.
Der Bausatz ist sehr umfangreich. Die Dächer sind mittels Resinguss gefertigt. Teilweise hänge die doch ziemlich stark durch. Gemäss Ed werden diese am Ende bei der Montage in die richtige Lage gebracht. Die Dachwiderstände sind aus Holzleisten, da habe ich bereits eine Struktur eingeschliffen. Die Abdeckung und die Trittbretter sind 3D gedruckte Teile. Die beiliegenden Isolatoren, Pantohalterungen und Pantografen sind aus der Produktion von LGB.
Die Lok- und Wagenkasten werden aus Frästeilen zusammengebaut. Die Seitenwände werden aus 3 Schichten 1mm Material zusammengebaut. Die Fenster können so später Eingeschoben werden. Dem Bausatz lagen zwei grosse Kunststoffplatten bei, die Mittelschicht muss selbst daraus geschnitten werden.
Die Sitze hat Ed gegossen, diese haben bereits die Richtige Farbe, so dass diese nicht mehr lackiert werden müssen. Sogar die verschiedenen Farben für Raucher/Nichtraucher und 1. Klasseabteile wurden da bereits berücksichtig. An denn Sitzen fällt aber noch einiges an Entgratungsarbeit an.
Weiter gehören zu dem Bausatz viele Anbauteile, wie auch einige Elektronikteile liegen dem Bausatz bei. Hier werde ich wohl aber auf andere Teile zurückgreifen, mehr dazu dann später, wenn es soweit ist. Die beiden Führerstände, die Drehgestellblenden und viele Kleinteile stammen direkt aus dem 3D Drucker. Im Lieferumfang ebenfalls enthalten sind auch die Beschriftungen, diese ist mittels Abriebbuchstaben hergestellt worden.
Die Antriebsblöcke und Drehgestelle
Die nicht angetriebenen Drehgestelle sind von den LGB EW III. Die Antriebsblöcke stammen aus der Produktion von Ed. Standardmässig hat der Triebwagen nur 1 angetriebenes Drehgestell, ich habe aber ein zweites dazu gekauft, damit der Zug dann auch problemlos 4 Teilig unsere Steigungen bewältigen kann.
Als erstes habe ich mal die Antriebsblöcke geöffnet. Die Zahnräder sind in 3D Drucktechnik hergestellt. Ich hoffe die halten den nicht ganz geringen Kräften, die bei dieser Spurgrösse auf diese Zahnräder wirken, stand. Ed de Brujin hat mich darauf hingewiesen, dass die Zahnräder extra aus Neylon gedruckt wurden, somit sind sie aus dem selben Material wie die LGB Zahnräder. Der verbaute Motor scheint mir ein Bühler Motor zu sein. Die Stromabnehmer Kohlen stammen von LGB, genau so wie die Räder. Diese sind Kugelgelagert.
Alle Kabelverbindungen sind mittels relativ steifen Litzen gemacht. Diese sind nirgends verlötet, sondern lediglich unter die Kohlen geklemmt. Auch die Litzen an den Motoren sind nur um die Anschlüsse gewickelt. Da eine der Kohlen nicht richtig Kontakt machte, habe ich mich dazu entschieden, alles neu zu verkabeln und zu verlöten. Da die Kohlen nicht in dem Gehäuse verlötet werden können (Schmelzgefahr), habe ich die Litzen etwas länger gemacht, so dass sich diese ausserhalb des Gehäuses löten konnte. Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, dass die zu langen Lizen nicht mit den Zahnrädern zusammenkommen. Eventuell werde dich die Antriebsblöcke noch einmal zerlegen, um das Gehäuse grau zu spritzen. Denn die Unterbauten meines Triebzuges sollen grau werden. Dies erfolgt aber erst zum Ende beim Lackieren.
Die Dächer
Die Dächer sind aus Resinguss hergestellt. Vermutlich aus Gewichtsgründen sind diese innen Hohl und mit Hartschaummaterial zur Stabilisierung aufgefüllt. Teilweise hängen die Dächer doch stark durch. Jedoch soll dies bei der Montage mittels den Schrauben korrigiert werden können. Das eine Dach des Mittelwagens hat zudem 3 grobe Dellen, die von aussen Sichtbar sind, dieses hat Ed mir ersetzt.
Das Dach des Triebwagens wurde bereits teilweise montiert. Die Dachwiderstände (jeweils 2 Holzleisten, die zusammengeklebt werden) habe ich noch mit einer Strukturierung versehen. Diese wurden noch nicht fix montiert, genau so wie die Abdeckungen. Zusätzlich zu den im Bausatz vorhandenen Teilen habe ich noch die Funkantenne angebracht so wie zwei Tritte und zwei Leitungen zu den Pantografen.
Weiter habe ich auch die Lampen angepasst. Ich habe da meine Lampenfassungen der Ge 4/4 II verwendet. Dazu musste ich das vorhandene Loch aufbohren, was sich als ziemlich schwierig erwies. Dabei ist mir auf einer Seite die Lampe komplett abrissen und ich musste sie mit Spachtelmasse wieder herstellen. Deshalb habe ich die Löcher nur noch vorsichtig ausgeschliffen. Anhand von Bildern von einem Ferro Suisse Modell, habe ich das Dach verfeinert. An den Enden habe ich die Klappdeckel mit den Nieten dargestellt. Weiter habe ich auch die Leitungen mit Messingrundprofilen hergestellt. Über den Lüftern habe ich das Riffelblech angebracht.
Da ich schon dabei war, habe ich auch die Lüftungsgitter neu gemacht. Diese waren zu klein und hatten die falsche Form. Deshalb habe ich diese mit dem Dremel weggeschliffen. Für die neuen Lüftungsgitter hatte ich mir eine Form gebaut und habe diese in Resin gegossen.
In der Mitte des Triebwagendaches habe ich die Anordnung der Isolatoren und Leitungen geändert, so dass diese nun dem Vorbild entsprechen. Dazu musste ich auch die Grundplatten wegschleifen und neu machen. Der eine Isolator wurde durch einen des Krokodils ersetzt, dass kommt meiner Meinung nach dem Original näher.
