Der Bau der Anlage

Als bekannt wurde, dass wir unsere Wohnung mit Dachterasse verlassen müssen, war klar, es muss ein Haus mit einem Garten sein. Mein Vater begann sofort mit der Planung der neuen Anlage. Kriterien waren ein Mindestradius R3 auf der Strecke und ein maximales Gefälle von 3%. Da das Grundstück doch ziemlich beschränkte Platzverhältnisse bot, war eine sorgfältige Planung notwendig. Die Anlage entstand auf dem Papier und der Garten wurde mit einem Lasergerät vermessen. So konnten die wichtigsten Höhen aufgenommen werden, welche später als Fixpunkte dienten. Im Jahr 2004, noch vor dem Einzug in das Haus, wurde mit dem Bau der Anlage begonnen. 

Die Tunnels unter den Sitzplätzen mussten verlegt sein, bevor der Gärtner die Platten beim den Sitzplätzen verlegte. Da wir allerdings der Boden bei den Sitzplätzen schon verdichtet war, musste mit Schaufel und Bickel zweii Kanäle gegraben werden. Darauf kam eine 5-10cm dicke Schicht Splitt. Darauf kamen dann U-Profil Steine. Diese waren ursprünglich Kabelkanäle bei der SBB, welche ausgedient hatten. Wenn man von diesen Steinen zwei aufeinander legt, erhält man ein Lichtraumprofil von 27cm höhe, passend für die Spur IIm. Auf den Deckel haben wir Dachpapppe gelegt, welche das Eindringen von Wasser verhindert, dann wurde aufgeschüttet.

Im Bahnhof ist der selbe Unterbau, aber anstelle der U-Steinen sind auf der Strecke Rasenkanntensteine verlegt. Die Materialien bekommt man, ausgenommen der U-Steine, im Baumarkt. Die U-Steine konnten wir von einem Rückbau im Bahnhof in Muttenz bekommen.

Zwei Viadukte sind auf der Anlage verbaut. Aus Styropor wurde die Einzelteile ausgeschnitten, und mit Styroporkleber wurde das Ganze zusammengesetzt. Vor Baubeginn wurde das Viadukt gezeichnet. Der Clixviadukt (gleich nach Bergün) passte genau, somit steht in unserem Garten ein genau massstäblicher Viadukt. Mehr zum Bau des Viaduktes gibt es auf der Seite zum Clix-Viadukt

Rund 1 Jahr dauerten die Arbeiten an der Anlage, bis der erste Zug provisorisch fahren konnte. Noch fehlte aber zu diesem Zeitpunkt der Viadukt über den Lichtschaft, so dass zu beginn nur Pendelbetrieb möglich war. Das Bild mit dem ABe 4/4 I zweigt den ersten Zug, der auf der Strecke unterwegs war.